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Le Mans (1/4)

Le Mans

Am 26.5.1923 startete in Le Mans erstmals das berühmte 24-Stunden-Rennen. Zehn Wochen später kam im 180 Kilometer entfernten Nantes ein Knabe namens Jean Graton zur Welt. Allerdings wurde dem Wonneproppen nicht an der Wiege geweissagt, dass sich seine Biographie jahrzehntelang mit der Geschichte des Langstreckenrennens verknüpfen würde.

Bereits in jungen Jahren begleiteten Jean und sein Bruder ihren Vater nach Le Mans, um dort das Rennen zu verfolgen. Ab 1957 ließ Graton seinen Comicpiloten Michel Vaillant regelmäßig in Le Mans antreten.

Das Langstreckenrennen von Le Mans wird traditionsgemäß am zweiten Juni-Wochenende ausgetragen. Zwischen 1940 und 1948 fanden kriegsbedingt keine Rennen statt, 1949 wurde die beschädigte Piste wieder instandgesetzt.
Hier ist eine schöne Graton-Zeichnung des Le Mans-Kurses aus A5 - Die verrückte 13. Die Streckenlänge beträgt ca. 13,5 Kilometer, Veranstalter ist der Automobile Club de l'Ouest.

Zwischen 1925 und 1969 gab es den legendären Le-Mans-Start, bei dem die Piloten quer über die Piste zu ihren Boliden rannten. Aus Sicherheitsgründen wurde dies geändert. In den ersten Jahren durften lediglich die Fahrer selbst mit ihrem Bordwerkzeug Reparaturen am Wagen durchführen.

Bis in die 80er Jahre wurde das Rennen von Zweierteams ausgetragten, heute wechseln sich jeweils drei Fahrer ab. Auf der fünf Kilometer langen Geraden, der Mulsanne, wurden früher Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 400 km/h erreicht; der Einbau zweier Schikanen senkte das Tempo jedoch auf ca. 340 km/h. Hier der aktuelle Streckenverlauf.

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955 kam es in Le Mans zur größten Katastrophe in der Geschichte des Rennsports, als der explodierende Mercedes von Pierre Levegh in die Zuschauermenge raste; 84 Menschen starben. Graton nimmt im Prolog von A5 - Die mysteriöse 13 deutlich auf die Le-Mans-Katastrophe Bezug.

Der erfolgreichste Le-Mans-Pilot ist der Däne Tom Kristensen, der das Rennen bislang (2008) acht Mal gewann; Jacky Ickx fuhr zwischen 1969 und 1982 sechsmal als erster durchs Ziel. 2006 gewann erstmals ein Diesel-Fahrzeug die 24 Stunden, der Audi R10.

Link zu Google Maps (mit eingebetteten Fotos und Wikipedia-Links)

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