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Monza - Der Kurs (1/3)

Monza

Seit 1959 (K2 - Wettrennen mit einem Phantom) rast Michel Vaillant alle paar Jahre über das Autodromo Nazionale Monza, das im Nordosten von Mailand liegt. Dieser berühmte Rennkurs existiert seit 1922. Das Autodromo ist traditionellerweise der Austragungsort für die italienischen Formel-1-Rennen.

Neben dem 5,5 Kilometer langen Straßenkurs wurde in Monza auch ein Hochgeschwindigkeitsoval mit zwei Steilwandkurven erbaut, die einen Topspeed von 190 km/h erlaubten. Nachdem der Kurs während des Krieges unter anderem als Zufluchtsstätte für die Tiere des Mailänder Zoos zweckentfremdet worden war, wurde er 1948 renoviert. Am 17. Oktober diesen Jahres wurde auf dem Autodromo das erste Formel-1-Rennen gefahren.

1955 wurde südlich des alten Kurses eine neue Rennstrecke erbaut, die aus einem Straßenkurs (Länge: 5750 m) und einem Hochgeschwindigkeitsoval (Länge: 4250 m) bestand. Die neuen Steilwandkurven erlaubten Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 285 km/h.

1961 kollidierte in Monza der Ferrari von Wolfgang Graf Berghe von Trips mit dem Lotus Jim Clarks. Der vollbetankte Ferrari-Bolide schleuderte auf einen Erdwall, prallte gegen den Zaun vor der Zuschauertribüne und explodierte. Von Trips und 14 Zuschauer fanden den Tod, 60 weitere wurden verletzt.

Nach diesem Desaster wurden auf dem Ovalkurs keine Formel-1-Rennen mehr ausgetragen. Die neu entwickelten, leicht gebauten Heckmotor-Boldiden der frühen 60er Jahre waren den enormen Belastungen in den Steilwandkurven nicht gewachsen. Bis 1969 wurde der Ovalkurs jedoch für Prototypen- oder Sportwagen-Rennen genutzt.

Im Lauf der Jahrzehnte wurde die Rennstrecke von Monza regelmäßig modifiziert und modernisiert. Die Highspeedkurven des legendären Kursovals sind heute allerdings dem Verfall preisgegeben.

Link zu Google Maps (mit eingebetteten Fotos und Wikipedia-Links)

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